Eine etwas andere Weihnachtsgeschichte

Vor einiger Zeit wurde ich auf einen interessanten Blog über Kaffee aufmerksam: "Barista Blog"

Zuerst wusste ich gar nicht, was "Barista" wirklich heißt. Das es etwas mit Kaffee zu tun haben musste, war mir klar. Dank dem Internet war ich bald schlauer und es ist echt richtig interessant.

Zur Zeit gibt es dort echt coole Gewinnspiele und ich muss natürlich gleich mitmachen ^^

Die Aufgabe ist es, eine Weihnachtsgeschichte zu schreiben mit 11 vorgegeben Wörtern. Okay, bei mir wurde es eine etwas andere Weihnachtsgeschichte und wahrscheinlich wieder viel zu viel geschrieben ^_^

Viel Spaß beim Lesen! (^_-)

 

Sterne

'tick' 'tick' 'tick'

Es gab nichts nervigeres als wenn diese Uhr tickte. Eigentlich war es kein gutes Zeichen, wenn die Uhr wieder tickte. Mya richtete sich im Bett auf. Der Schlaf war nicht erholsam gewesen. Wie so oft. Die Geschehnisse der letzten Tage, Monate und Jahre verfolgten sie in letzter Zeit immer häufiger in ihren Träumen.

Wo war nur wieder diese Taschenuhr? Das war gar nicht gut, wenn die Uhr tickte. Meistens stand irgendein Unglück an. Vielleicht sogar diesmal der Weltuntergang?

Erst mal brauchte sie einen starken Kaffee, um wach zu werden. Sie ging in die Küche. Ihr Blick fiel zum Fenster. Die Sonne ging gerade unter. Genau die richtige Tageszeit zum Arbeiten. Mya hielt einen Moment inne und genoss die Schönheit der untergehende Sonne. Traurigkeit und das Gefühl der Einsamkeit stieg in diesem Moment in ihr hoch. Das kam in letzter Zeit wieder öfters vor, wo sie sich doch eigentlich schon daran gewöhnt hatte, allein auf dieser Welt zu sein. Zumindest war das ihr Eindruck. Mya schüttelte den Kopf um diese trübsinnigen Gedanken zu vertreiben. Sie fühlte, dass es gerade nicht der richtige Augenblick dafür war. Ihr Blick fiel auf ihr HTC, das auf der Theke lag. Es deutete blinkend eine wohl wichtige Nachricht an. Damien schrieb, das er sie dringend in der alten Bibliothek sehen möchte. Bei den Gedanken an Damien breitete sich ein mulmiges Gefühl in ihrem Bauch aus, das sie nicht genau zuordnen konnte. Der Typ war irgendwie seltsam aber nett und er hatte ihr schon öfters aus der Klemme geholfen. Vielleicht das eine oder andere Mal zu oft und er war auch immer da, wenn man eigentlich nicht damit rechnete. Irgendwie geheimnisvoll. Idiot! Warum hatte sie ihm überhaupt ihre Handynummer gegeben? Denn so ganz geheuer war er ihr nicht, als ob etwas Dunkles an ihm haftete.

Schnell ging sie zur ihrem kleinen Saeco-Kaffeevollautomaten, der mit kleinen roten Lämpchen anzeigte, das der Kaffeesatzbehälter voll und der Kaffeebohnenbehälter leer war. Der "Tag" fing ja wieder gut an. Mya überlegte kurz, ob sie einfach wieder ins Bett gehen sollte. Nein, das war kein guter Zeitpunkt. Mya seufzte leise, leerte den Behälter und ging zum Schrank um ein neues Päckchen mit Kaffeebohnen herauszuholen. Leer. Verdammt! Ihr Blick fiel auf einen Karton in der hinteren Ecke des Schrankes. Nein, das war definitiv zu aufwendig, außerdem war nicht mal gemahlener Kaffee da.

Irgendwer hatte ihr letztes Jahr zu Weihnachten eine Kaffeepresse geschenkt, aber Mya war von dieser nicht so begeistert. Ein Kaffeevollautomat war einfach viel bequemer. Da war ein Päckchen Kaffeebohnen einfach das sinnvollere Geschenk.

Mya seufzte wieder und machte sich auf die Suche der Taschenuhr. So ganz hatte sie noch nicht herausgefunden, was es mit dieser Uhr auf sich hat und gerade wollte sie sich darüber auch keine Gedanken machen, da ihre Laune dank fehlendem Kaffeegenuss unter dem Gefrierpunkt lag.

Irgendwie hatte Mya das Gefühl, diese Uhr hatte ein Eigenleben, den sie lag nie dort, wo sie sie sich erinnerte die Uhr hingelegt zu haben. Oder war das nur Einbildung.

Mya bewegte sich Richtung Kleiderschrank, weil sie das Gefühl hatte, das Ticken würde dort lauter sein. Diese Uhr war das sonderbarste Geschenk, das ihr jemals gemacht wurde und sie hatte schon einiges an Geschenken bekommen. Und da lag die Taschenuhr auch, unter einem großen Berg schwarzer Kleidung, die von Mya dort unachtsam hineingeworfen wurden. Außer der Uhr holte sie noch eine Hose und ein enges schwarzes Shirt aus dem Kleiderberg, die sie sich schnell anzog. Ordentliches zusammenlegen wird eindeutig überbewertet.

Ohne der Uhr einen weiteren Blickes zu würdigen, steckte Mya diese in ihre Tasche. Dafür war später Zeit. Wichtiger war der Weg ins Bad, bevor sie sich auf den Weg zu Damien machte. Als Mya in den Spiegel schaute, blickten ihr zwei saphirblaue Augen aus einem schmalen blassen Gesicht entgegen. Alabasterteint. Edel. Sie kam einfach nicht oft mit der Sonne in Kontakt. Auch besser so. Ihre langen blonden Haare mit schwarzen Strähnen waren eine einzige Katastrophe. Mit einer Bürste versuchte sie die Kontrolle über den Haarschopf zu gewinnen. Nach einer gefühlten Ewigkeit gelang es Mya auch. Noch schnell etwas schwarzer Kajal und lila Lidschatten um die Augen und fertig. Nur nicht zu sehr auffallen war ihr Motto. Wobei das bei ihr nicht so einfach war. Mya war 1,75 m groß, hatte eine schlanke, trainierte Figur und ein sehr schönes Gesicht mit ihren zwei strahlenden Saphiraugen, auf die sofort jeder schaute und nicht mehr vergaß.

Noch schnell die Lederjacke und einen Schal auf dem Weg nach draußen geschnappt. In den letzten Tagen war es ziemlich kalt geworden. Mya verließ das Grundstück und machte sich auf den Weg Richtung Stadtzentrum. Sie musste erst mal zu ihrem Barista des Vertrauens um sich den nötigen Kaffee zu besorgen. Mittlerweile brauchte sie aber schon mindestens einen dreifachen Espresso. Nach dem Espresso von Luigi konnte man echt süchtig werden. Wahrscheinlich war sie es schon, aber darüber machte sich Mya gerade keine Gedanken. Sie holte die tickende Zeitbombe aus ihrer Tasche und betrachtete sie, während sie geschickt anderen Passanten auswich. Die Taschenuhr war auf ihre Art sehr sonderbar. Es gab die normalen Ziffern und noch verschiedenste Symbole. Außerdem besaß sie 6 Zeiger. Heute konnte sich die Uhr nicht entscheiden, welche Zeit und Symbole sie anzeigen soll. Die Zeiger drehten sich unaufhörlich in alle Richtungen. Seltsames Ding. Mya seufzte und steckte die Uhr wieder weg. Vielleicht weiß Damien, was es mit dieser Uhr genau auf sich hat. Auf den Weg zum Café fiel ihr auf, das alles ziemlich weihnachtlich dekoriert war. Sie überlegte kurz, wann eigentlich Weihnachten war. Das war eines der Daten die sie gerne vergaß. Ohne Familie war es kein Fest zum Feiern. Weit entfernt konnte der Termin nicht mehr sein, zumindest vorbei war es noch nicht. Überall hingen Lichterketten an den Häusern und in den Fenstern hingen und standen beleuchtete Sterne und Schneemänner.

Endlich hatte sie ihr erstes Ziel für heute Abend erreicht. Das kleine gemütliche Straßencafé von Barista Luigi. Ein wahrer Magier der Kaffeekunst. Von außen war das Café recht unscheinbar in einem alten gepflegten Gebäude aus der Gründerzeit untergebracht. Ein wahrer Geheimtipp in der Stadt und daher immer gut besucht. Mya schlängelte sich an den Besuchern vorbei zur Theke.

"Hallo Luigi! Bitte den stärksten Espresso den du zaubern kannst!"

Ein kleiner Italiner mit schwarzen Wuschelhaaren schaute grinsend um die Ecke.

"Natürlich, Signorina! Kommt sofort! Zum Mitnehmen?"

"Ja, bitte!"

Luigi wuselte durch den engen Gang zwischen der Theke und der großen Kaffeemaschine.

"Signorina! Hier bitte!"

Mya lächelte den kleinen Italiener an und legte das Geld auf die Theke.

"Vielen Dank! Das passt so."

"Ah. Signorina hat es heute wieder eilig!"

Luigi zwinkerte Mya zu, die sich schon wieder ihren Weg nach draußen bahnte.

Das waren eindeutig zu viele Menschen auf einem Fleck nach ihrem Geschmack.

Der Kaffee war perfekt. Genau die richtige Crema. Mya genoss den Kaffee soweit es möglich war. Sie musste schnell weiter. Zur alten Bibliothek waren es einige hundert Meter. Sie lag auf der anderen Seite der Stadt. Das Gebäude wurde aber schon seit längerer Zeit nicht mehr als Bibliothek genutzt. Irgendwo bei der kleinen Universität war ein neues Gebäude gebaut worden, wo nun soweit alle Bücher untergebracht waren. In dem alten Haus waren noch die verstaubten Bücher aus den letzen Jahrhunderten gelagert und Damien war dort meistens aufzufinden. Ein seltsamer Ort zum Wohnen. Falls er dort wohnte. Zu zutrauen wäre es ihm ja. Aber sie selber war ja nicht besser. Sie wohnte in einem früheren Hexenhäuschen am Stadtrand. Zumindest erzählte man sich, das in den früheren Jahren, also vor über hundert Jahren oder mehr, dort Hexen wohnten. Vielleicht schauten sie deswegen die meisten Leute so komisch an. Mya verzog den Mund zu einem spöttischen Lächeln. Fehlen nur noch die Katzen.

Gerade rechtzeitig erreichte sie die Alte Bibliothek, denn ihr Kaffeebecher war leer.

Nachschub war dringend nötig. Bei Damien konnte man sich nur nicht sicher sein, ob er was zu trinken und Kaffee überhaupt da hatte. Noch so etwas Sonderbares an ihm.

Mya öffnete die schwere Tür aus massiver Eiche und hielt im Eingangsbereich nach Damien Ausschau. Wo er sich diesmal versteckte. Sie horchte, ob sie vielleicht irgendwo etwas hörte. Weihnachtsmusik? Das war eigentlich das Letzte was sie hier erwartet hätte.

Kopfschüttelnd ging Mya zu dem Raum am hinteren Ende der Empfangshalle aus der die Musik kam. Leise wollte sie die Tür öffnen, da wurde diese schon von der anderen Seite aufgerissen und zwei dunkelblaue Augen schauten sie an.

"Da bist du ja endlich! Hast du dich unterwegs verlaufen?"

Mya knurrte Damien leise an und erntete dafür ein schallendes Lachen.

"Komm doch rein!"

"Weihnachtsmusik? Seit wann hörst du denn so was?" frage sie Damien und schob sich an ihn vorbei in das Zimmer, dabei kam sie ihm näher als ihr im Moment lieb war. Er war fast einen Kopf größer als sie und  sie blickte genau auf seinen trainierten Oberkörper. Damien schien darÃüber ziemlich amüsiert zu sein.

Mya trat in den gemütlichen Salon. Die Wände waren mit dunklem Holz vertäfelt und im offenen Kamin brannte ein Feuer. Mitten im Raum stand ein kleiner Weihnachtsbaum. Sie blieb stehen und schaute zu Damien.

"Fröhliche Weihnachten! Ich dachte mir, wir feiern heute etwas." lachte er.

"Das ist doch echt nicht dein Ernst? Du lässt mich deswegen hier her laufen?"

"Ach komm! Hab dich nicht so! Du würdest sonst nur allein in deinem kleinen Hexenhäuschen herum sitzen."

Mya seufze leise.

"Hey, ich hab sogar was für dich!" grinsend ging Damien zu dem dezent in silber und blau geschmückten Weihnachtsbaum und hob ein Päckchen auf und gab es Mya.

!Ehm, also das wäre jetzt echt nicht nötig gewesen! Ich hab jetzt eigentlich nichts für dich. Moment!" Mya zog die Taschenuhr aus der Tasche und gab sie Damien. "Vielleicht hast du ja eine Ahnung was das für ein Ding ist. Du weißt ja sonst auch immer alles."

"Eine Schicksaluhr. Wo hast du die her?"

"Ist mir zugelaufen!" Mya kämpfte mit der Verpackung des Geschenkes. "Mir wäre es lieber, sie würde mir die richtige Uhrzeit anzeigen!"

Damien lachte.

Mya hatte es geschafft, das Geschenk auszupacken. Verblüfft schaute sie Damien an.

"Eine Kaffeemühle?"

"Naja, du magst doch so gerne Kaffee."

"Trotzdem… Eine Kaffeemühle???"

 

Fero Agitare – Biographie eines Dämons

Name: Fero Agitare

Alter: sieht aus wie 24

Herkunft: Da, wo die Meisten von Euch mal hinkommen!

Gesinnung: Von Zeit zu Zeit und von Situation zu Situation, miest ist er aber eher launisch und recht chaotisch, was die Richtung seiner Gesinnung angeht.

Er sagt immer was er denkt!

Fähigkeiten: Waffenloser Kampf; leichte und schwere Nahkampfwaffen; Fliegen, Magie

Details: Fero genoss als Mensch eine hervorragende Ausbildung in waffenloen Kampf und mit leichten Nahkampfwaffen bis Bihänder.

Später als Dämon verfeinerte er seien Technik und übte ein wenig mit schweren Nahkampfwaffen. Er erlernte in der Hölle auch die Kunst der Magie, derer er zwei Formen beherrscht. Offensive und defensive Magie.

 

Geschichte:

Als Mensch war er der Sohn eines Ritters und einer Zofe und hieß eigentlich Alejandro.

Als Knappe seines Vaters, zog Fero mit aus auf gefährliche Kreuzzüge.

In seinem 16. Lebensjahr erlitt Fero einen schweren Verlust. Bei einem Kampf wurde sein Vater tödlich verwundet und starb in den Armen seines Sohnes. Daraufhin nahm sich ein guter Freund seines Vaters Fero an. Dieser war ein Ritter namens Rashid. Von ihm lernte Fero den Schwertkampf und blieb ein paar Jahre an dessen Hof. Dort lernte er die schöne Belizeth kennen, die auf der Suche nach ihrem Bruder war.

Sie blieb für ein paar Monate auf dem Hof und zeigte großes Interesse an Fero. Belizeth zeigte ihr Interesse sehr deutlich und Fero verabredete sich immer häufiger mit ihr.\nAn einem schönen, lauen Sommerabend nahm Belizeth Fero mit in ihr Gemach, in das sonst niemand eintreten durfte, auch das Personal nicht. Das hatte auch seinen Grund. Das Zimmer war mit dämonischen Symbolen verziert und überall standen Kerzen herum. Das Bett stand in der Mitte des Raumes. Belizeth schnippte mit dem Finger und alle Kerzen entzündeten sich. Die Tür schloß sich hinter Fero. Er erkannte, das Belizeth eine Dämonin war und er ihr nicht mehr entkommen konnte.

Belizeth ergriff Feros Hand und zog ihn aufs Bett. Hitze durchflutete seinen Körper. Belizeth flüsterte Fero ins Ohr, das dies das Beste sei, was er erlebt haben wird.

Danach stieg Belizeth aus dem Bett und lächelte Fero an und ihre Gestalt fing an sich zu verändern.

Vor Fero stand eine flammende Gestalt und bevor er noch etwas unternehmen konnte, stand alles in Flammen. Fero hörte nur noch die Worte "Wir sehen uns in der Hölle wieder!" und alles wurde dunkel um ihn herum.

Der brennende Schmerz ließ langsam nach und Fero öffnete die Augen. Er befand sich nun in der Hölle. Sein Name war nun nicht mehr Alejandro, sondern hier in der Hölle wurde er Fero Agitare genannt.

Fero diente mehrere Jahre in der Untoten-Armee und arbeitete sich durch besondere Verdienste langsam nach oben. Nach mehreren von Hunderten Jahren war er ein angesehener Dämon und beliebt.

Er wurde nach einem besonders gut gelungenen Auftrag dem Dämonenprinzen des Feuers unterestellt und Fero konnte nun so ziemlich alles in der Hölle machen, wozu er Lust hatte.